Mit Grafiktablett gegen den Mausarm
Donnerstag, 28. Mai 2009

Ich werde mal ein Experiment machen und mir als Testgerät von einem Kollegen dieses Grafiktablett ausleihen. Ein echtes Wacom (Wacom Bamboo Fun, ca. € 90,-), also vom wohl bekanntesten Grafiktabletthersteller. Er sagt, er benutzt jetzt gar keine Maus mehr, weil die Steuerung mit dem Stift deutlich entspannter und intuitiver ist als mit einer schweren Maus über den Schreibtisch zu schieben.
Für die nächste Woche habe ich mir das Teil mal ausgeliehen und werde es selbst ausprobieren, ob ich damit besser zurecht komme, als mit einer Maus.
Die Maus bleibt für diesen Testzeitraum freilich noch angeschlossen – man weiß ja nie!
Ich berichte an dieser Stelle weiter über meine Erfahrungen mit dem Tablett.
Nachtrag:
Über eine Woche arbeite ich jetzt täglich mit dem Grafiktablett.
Es ist gar keine soo große Umstellung, wie ich zunächst annahm. Es dauerte zu Beginn recht lange, bis ich das mit dem Klicken hinbekam (Stift aufsetzen ist Linksklick, zum Bewegen “hovert” man über das Tablett), weil ich mehr Drag&Drop damit gemacht habe. Aber inzwischen klappt auch das recht zielsicher.
Die Haptik ist jedenfalls angenehmer und man kann sich den Stift schnell zwischen die Finger klemmen um etwas zu tippen und ist danach sofort wieder “im Mauseinsatz”.
Praktisch sind die Funktionstasten, mit denen sich mal schnell Fenster schließen oder umschalten lassen und auch das Scrollrad möchte ich nicht mehr missen! Es ist deutlich angenehmer mit dem Scrollrad zu scrollen als mit dem kleinen Ding von Mausrad.
Ich werde das Tablett noch eine Weile gebrauchen, denn so richtig gezeichnet habe ich immernoch nicht
Wurfzelt in sekundenschnelle aufgebaut
Mittwoch, 13. Mai 2009
Ein Wurfzelt (auch Sekundenzelt genannt) ist ein Zelt, welches sich in Sekundenbruchteilen aufbauen lässt. Sicherung lösen, Zelt werfen und es steht! Gefunden habe ich es durch Zufall in meinem Twitterstream und kaufen kann man es für günstige € 40,- direkt bei Amazon.
Sogar in verschiedenen Farben!
Für den Sommerurlaub sicher eine praktische Sache – im Winter fehlt mir aber doch das Innenzelt ![]()
ePetition: Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten!
Mittwoch, 13. Mai 2009
Es gibt Dinge, die regene einen so auf, dass man einfach keinen objektiven Blogbeitrag dazu schreiben kann.
Die von Zensursula angestrebte Internetzensur ist so etwas.
Die geforderte Sperre von Kinderpornographie ist nicht wirkungsvoll, da durch einfachste Änderung des DNS-Servers im DSL-Router die Sperre umgangen wird (schauen Sie in die Anleitung Ihrer FirtzBox, dort steht wie man den DNS-Servereintrag ändert) und die wirklich interessierten somit keine Probleme haben weiterhin Kinderpornos zu konsumieren.
Ich möchte an dieser Stelle nochmal Christian Bahls zitieren:
Sie können natürlich vor das Bild ein Laken hängen, das Bild aber hängt dann noch immer dort.
Und paste hier nun eine kleine Sammlung von Informationen rund um die geplante Sperre von Kinderpronographieseiten, die euch recht erschöpflich informieren sollte, sodass ihr nicht zu solch sinnbefreiten Kommentaren hingerissen werdet, wie sie unser Wirtschaftsminister Guttenberg neulich abgelassen hat:
“Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.”
- Ich habe die ePetition an den Deutschen Bundestag unterzeichnet
- Don Dahlmann gibt eine gute Verständnishilfe für Politiker (via F!XMBR)
- Zensursula.net, Nachrichten- und Meinungs-Blog zur Aktion
- Monitor: Follow @Mitzeichner in Twitter, der Unterschriftenzähler der Petition gegen Internetzensur (by @rbq)
- Die ePetition hat die erforderliche Mindestanzahl von 50.000 Mitzeichnern schon am 8. Mai 2009 um ca. 01:16 geknackt, rund 68,5 Stunden nach Start!
- Schaffen wir 100.000 Mitzeichner bis zum Ende der ePetition am 16.06.2009?
- Monitor: Nachrichtenfluss via Microblogging über alle Plattformen zu #zensursula
- Monitor: Follow @zensursulawatch, ein ReTweet-Dienst für den Hashtag #zensursula
- Monitor: Schlagwort Zensursula in Rivva
- Monitor: Blogposts in Technorati zu Zensursula
- Monitor: Der Flurfunk der Politiker bei wahl.de lieferte bisher keine Suchergebnisse, weder für zensursula, epetition, petition noch für internetsperre und nicht einmal für leyen – Schweigen im Walde – Die Kampagne ist einfach zu schnell und zu schlagkräftig für die Berufspolitiker – DOCH, hier sind die Suchergebnisse (hatte Abfrage falsch gestellt! Danke für den Hinweis, Klas von wahl.de)
- In Echt-Zeit: Grafische Aufbereitung der Entwicklung in der Anzahl der Mitzeichner
- Unterzeichne die ePetition und erzähle deinen Freunden davon!
(via: Cem BaÅŸman)
Nachtrag:
Bürokrieg
Montag, 11. Mai 2009
Im Büro ist der Krieg ausgebrochen und ich bin derzeit der einzig unbewaffnete.
Da muss ich natürlich einiges einstecken :/
Daher rüste ich nun auf und habe mir eben diese nette Waffe für den Büroalltag zugelegt:
Das Gewehr verfügt über eine Schulterstütze zur Stabilisierung, ausklappbaren Zielpunkt, Schalldämpfer sowie einen Laserpointer zu anvisieren oder eine taktische Taschenlampe.
Es ist soweit zerlegbar, dass man bei Bedarf eine (mehr oder weniger) kompakte Pistole herausbekommt, mit der man sich deutlich besser hinter Büromöbeln verschanzen kann.
Bin ich froh, dass mein Arbeitgeber sowas toleriert und fördert
Alternativ wäre natürlich auch diese Kartoffelkanone denkbar:
Pandemie-Widerstandskämpfer
Montag, 11. Mai 2009

Erinnert sich noch jemand an das Buhei das um die Rinderwahn (BSE, Bovine Spongiforme Encephalopathie) oder die Vogelgrippe (H5N1) gemacht wurde? Zugegebenermaßen haben der Terror und die Wirtschaftskrise zwischenzeitlich davon abgelenkt, aber nun haben wir ein neues Buhei: die Schweinegrippe H1N1.
Sie ist, genau wie die Vogelgrippe auch, von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Dummheit der Menschen folgend sind die Preise für Weizen auch schon um drei Euro eingebrochen, da nun weniger Schweinefleisch verzehrt wird. Dabei ist die Schweinegrippe nicht durch Verzehr von infiziertem Fleisch übertragbar, sondern nur durch engen Kontakt zu infizierten Tieren (wie bei der Vogelgrippe).
Aber lange Rede kurzer Sinn: die Bundeszentrale für Gesundheit und Aufklärung hat in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch Institut eine Infobroschüre als PDF-Dokument herausgebracht, die einem das beibringt, was man bei jedem Gesundheitszeugnis-Lehrgang lernt: Hände waschen und andere nicht anniesen.
Ich möchte nicht wissen, was dieses Projekt den Steuerzahle gekostet hat, aber zumindest ist sie wirklich schön illustriert und damit leicht verständlich.
1, 2, 6, 42, 1806: Intelligenztest
Mittwoch, 6. Mai 2009
Im Internet geht gerade mal wieder ein kleiner Intelligenztest bestehend aus einer passwortgeschützten Exceltabelle rum.
Die Exceltabelle kann man nur öffnen, wenn man die nächste Zahl in der mathematischen Reihe “1, 2, 6, 42, 1806″ findet.
Hier die Formel um die Reihe zu lösen:
1, 1*(1+1), 2*(2+1), 6*(6+1), 42*,.(42+1), 1806*(1806+1) = 1, 2, 6 , 42, 1806, 3263442
Die Tabelle selbst ist unspektakulär, sie enthält lediglich eine Liste mit Namen und Arbeitgebern derjenigen, die das Rätsel lösen konnten. Aus datenschutzrechtlichen Gründen publiziere ich die Liste hier nicht, obwohl das eigentlich kein Problem darstellen sollte, denn schließlich haben diejenigen sich unter vollem Bewusstsein das die Liste per E-Mail an zighundert Fremde weitegeleitet wird eingetragen.
Aber man ist ja manchmal auch zu nett
Warum ICQ tot ist
Montag, 4. Mai 2009

Meine ICQ-Kontaktliste hat sich in den letzten 12 Jahren zu einem Sammelsurium von weltweiten Internetkontakten gemausert. Damals war es noch etwas Besonderes jemanden in Australien, den USA oder Schweden in der Liste zu haben, heute ist das eine Selbstverständlichkeit.
ICQ war der erste Instant-Messaging-Dienst den ich im Internet genutzt habe, damals noch von der israelischen Firma Mirabilis (1998 erwarb AOL die Firma).
Ab und an trieb ich mich auch mal im IRC herum, schätzte aber die Möglichkeit bei ICQ Nachrichten auch an Kontakte zu schicken, die gerade offline waren und außerdem trieben sich im IRC meist nur Freaks, Geeks und Nerds herum während man bei ICQ auch Normalos fand.
Im Laufe der Jahre warfen auch andere Anbieter, darunter MSN, AOL und Yahoo, ihre Instant-Messaging-Anwendungen auf den Markt, konnten ICQ damit aber nicht den Rang ablaufen, obwohl sich ICQ mit steigender Popularität durchaus technischen Herausforderungen gegenübergestellt sah.
So gab es gelegentliche Downtimes der ICQ-Server (OSCAR-Server), sodass man sich nicht verbinden konnte, die Kontaktliste nicht einsehen konnte und logischerweise auch keine Nachrichten verschicken konnte.
Trotzdem war zu seiner Zeit ICQ das Synonym für Instant-Messaging (IM).
Doch die Zeiten änderten sich.
Mit der Übernahme durch AOL wurden auch die Nutzungsbedingungen der Software angepasst.
Herausragendster Punkt dabei ist die Tatsache, dass das Urheberrecht auf alle über ICQ verschickten Nachrichten an AOL geht. Also sollte man besser keine Geschäftsgeheimnisse über ICQ verschicken
Außerdem hat AOL öfters seine Protokollhoheit ausgenutzt und kleine Änderungen am Protokoll vorgenommen, sodass sich ICQ-Anwendungen von anderen Programmierern nicht mehr verbinden konnten.
Zwar schliest AOL die Nutzung von Programmen von Drittherstellern in seinen angepassten Nutzungsbedingungen aus, dennoch ist dieser Schritt nicht sehr fair.

Ich glaube es war im Jahre 2004 als die Software Skype ganz groß rauskam.
Mit Skype konnte man auch Nachrichten an Kontakte aus einer Kontaktliste verschicken.
Aber man konnte sie zusätzlich anrufen!
Über das Internet!
Voice-over-IP nannte sich das Verfahren, bei dem Sprachsignale in digitaler Form aufgeteilt als normale Paketdaten übertragen werden.
Das konnte man vorher auch schon, da war es aber immer etwas frickelig und die Qualität war meist schlecht.
Mit Skype gab es nun eine Software, die man kostenlos herunterladen konnte und die einfach zu bedienen war.
Viele meiner ICQ-Kontakte konvertierten zu Skype und viele neue Kontakte kannten ICQ gar nicht mehr.
Da sah man oft in fragende Gesichter und musste sich Sätze wie “ist das sowas wie Skype?” oder “Kenn’ ich nicht, aber ich hab’ Skype!” anhören und so sah ich mich gezwungen auch einen Skype-Account zu eröffnen.
Bis heute stört mich das bunte Interface der Software, die wenigen Features und Telefonieren tue ich immer noch lieber mit dem Telefon.

Fast zeitgleich mit Skype hat ein anderes IM-Protokoll an Popularität gewonnen.
Jabber, technisch als XMPP (Extensible Messaging and Presence Protocol) bezeichnet, ist ein freies Protokoll, dessen Serversoftware sich jeder selbst herunterladen und installieren konnte.
Der Benutzername besteht in der Regel aus einer E-Mail-Adresse, sodass jeder der eine E-Mail-Adresse besitzt, bereits in der Lage ist darauf einen IM-Account zu betreiben.
Der Vorteil am freien Jabber-Protokoll ist, dass die Kontaktliste auf Deinem eigenen Server liegt, und Deine IM-Nachrichten nicht in den Besitz von AOL übergehen, sondern Du stets der Urheber bleibst.
Mit den beiden neuen Diensten Skype und Jabber gilt ICQ eigentlich als überholt. Ich habe es lange Zeit nur noch aus historischen Gründen betrieben und hatte schon länger vor ICQ irgendwann mal abzuschalten.
Vor kurzem wurde mir die Arbeit abgenommen. Ein Botnetz hat meinen ICQ-Account gehackt.
Kein Problem dachte ich, wollte ein neues Passwort anfordern und mich wieder einloggen.
Aber ICQ.com kannte meine E-Mail-Adresse nicht mehr.
Nach viel Lesearbeit und einigen Forenpostings fand ich heraus, dass der Account scheinbar für immer verloren ist. Der “Support” von ICQ ist eigentlich gar kein Support, denn um gehackte Accounts kümmert sich dort niemand. Der mühsam recherchierte Ratschlag, wie man wieder an seinen alten ICQ-Account kommt ist, einen neuen Account zu öffnen.
Script-Kiddie wie ich bin, habe ich ein bisschen im Untergrund gewühlt und mir selbst ein Programm installiert um meinen Account zu hacken.
Sieben Tage ließ ich das Programm laufen und habe satte 798 Millionen Passwortkombinationen durchgehechelt.
Ohne Erfolg.
Nun ist es mir auch egal.
Ich bin also ab sofort IM-mäßig “nur noch” per Skype und Jabber zu erreichen, wobei meine Jabber-ID gleich meiner privaten E-Mail-Adresse ist.
Wer sich auch einen Jabber-Account einrichten möchte, dem kann ich das Blog von Frank Helmschrott empfehlen, er hat dort eine kompakte Anleitung unter Verwendung einer neuen E-Mail-Adresse erstellt.

